Wenn Sie einen Kredit oder eine Kreditkarte beantragen, prüft die Bank Ihre Bonität.

Wenn Sie einen Kredit oder eine Kreditkarte beantragen, prüft die Bank Ihre Bonität. Es wird Ihre wirtschaftliche Leistungsfähigkeit und Ihre persönliche Zuverlässigkeit in finanziellen Angelegenheiten bewertet. Die Bank prüft also Ihre Kreditwürdigkeit. Das Ziel besteht in der Einschätzung des Risikos eines Kreditengagements der Bank.

Die Beurteilung beruht im wesentlichen auf Ihren Einkommensverhältnissen, Ihrer Vermögenssituation und auf Auskünften Dritter über Ihr finanzielles Engagement und Verhalten in der Vergangenheit. Ist Ihre Bonität gut oder zumindest nicht negativ, sind Sie kreditwürdig, ist sie negativ, sind Sie kreditunwürdig und Ihr Antrag auf Gewährung eines Kredits oder Überlassung einer Kreditkarte wird abgelehnt.

Die Bank verlangt von Ihnen zunächst im Rahmen einer Selbstauskunft die Offenlegung Ihrer persönlichen Lebensumstände. Dazu gehören Ihr Familienstand, Ihre Berufsausbildung und Ihr beruflicher Status und Ihr Arbeitsplatz. Wichtig ist, wie lange Sie dort schon beschäftigt sind und wie sicher dieser Arbeitsplatz ist. Sie müssen Ihre wirtschaftlichen Verhältnisse offen legen, also angeben, ob und inwieweit Sie bereits anderweitig Kredite bedienen müssen und über welche Vermögenswerte Sie verfügen. Wichtig ist, ob Ihr Lebenspartner ebenfalls berufstätig ist. Sie müssen alle Angaben mit den entsprechenden Unterlagen belegen. Zum Nachweis Ihres Arbeitseinkommens verlangt die Bank im Regelfall die letzten drei Gehaltsabrechnungen, die wegen des Risikos einer Fälschung im Original vorzulegen sind. Meist muss auch der letzte Einkommenssteuerbescheid vorgelegt werden. Vermögensanlagen sind anhand von Konto- und Depotauszügen zu belegen. Immobilienbesitz erfordert die Vorlage von Grundbuchauszügen und der Darlehensverträge bei finanzierten Objekten. Mitentscheidend ist auch ganz wesentlich, inwieweit diese Bank in der Vergangenheit schon Erfahrungen mit Ihnen als Kunde gemacht hat. War die Beziehung bislang tadellos, wirkt dies sehr positiv. Nicht zuletzt ist Ihr persönliches Auftreten und der menschliche Eindruck des Banksachbearbeiters von Ihrer Person richtungsweisend.

Dem nachhaltig verfügbaren Nettoeinkommen werden die laufenden Ausgaben für die Lebensführung (Mieten, Kreditzinsen, Versicherungen, Kfz-Kosten, Unterhaltszahlungen, Telefon, Immobilienunterhaltskosten) gegenüber gestellt. Dabei wird die Rate für den beantragten neuen Kredit ebenfalls eingerechnet. Danach muss mindestens der pfändungsfreie Betrag des Familieneinkommens für den Lebensunterhalt übrig bleiben.

Zuletzt prüft die Bank Ihre Angaben über eine Schufa-Auskunft oder eine Auskunft einer anderen Auskunftei nach. Die Auskünfte werden in Verbindung mit einem Scorewert erteilt, der allerlei Faktoren einbezieht, auf die Sie selbst nicht unbedingt direkten Einfluss haben. Dazu gehört beispielsweise das soziale Umfeld Ihres Wohnortes. Ist das Kreditausfallrisiko in dieser Region groß, wirkt sich dies über den Scorewert auch auf Ihre Bonität aus. Äußert der Banksachbearbeiter Bedenken, hilft oft das persönliche Gespräch, um Unstimmigkeiten abzuklären und möglichst zu beseitigen.

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