Fristen für die Löschung von Schufaeinträgen

Ein negativer Eintrag bei der Schufa hat für den betroffenen Menschen in der Regel schwerwiegende Konsequenzen: Selbst bei nur geringen Versäumnissen wie etwa dem Nichtbegleichen einer Telefonrechnung führt der Eintrag dazu, dass der oder die Betroffene auf herkömmlichem Wege keinen Kredit erhält und daher über einen längeren Zeitraum hinweg auf einen gewissen Luxus verzichten muss.

Die meisten Menschen sind daher bestrebt, den negativen Eintrag so schnell als möglich wieder zu löschen, um wieder am normalen Wirtschaftsleben teilnehmen zu können.

Die Schufa löscht negative Einträge in der „Akte“ einer Person nach Ablauf einer bestimmten First. Bei der Festlegung dieser Frist hat die Schufa versucht, die Interessen beider Seiten, also der Verbraucher und der Kreditgeber, zu beachten: Die Verbraucher möchten möglichst schnell wieder kreditwürdig sein, während die Geldinstitute ungern Geld an Kunden verleihen, die nicht über einen längeren Zeitraum hinweg bewiesen haben, dass sie verlässliche Geschäftspartner sind.
Die Frist, nach der ein Schufa-Eintrag gelöscht wird, liegt in den meisten Fällen bei drei Jahren, was in der Regel Kalenderjahre bedeutet. Wird also eine Schuld im Februar diesen Jahres mit einer letzten Rate beglichen, wird der Eintrag im Dezember des übernächsten Jahres gelöscht.

Es gibt immer wieder Fälle, in denen ein entsprechender Eintrag auch früher gelöscht wird. Dies kann etwa dann der Fall sein, wenn sich der Kunde und der Gläubiger auf eine vorzeitige Löschung einigen. Wenn der Gläubiger dann bei der Schufa beantragt, den Eintrag zu löschen, wird dies auch getan, so dass der Verbraucher vorzeitig ohne Eintrag geführt wird. Solche Fälle sind aber ohne Zweifel Ausnahmen, da die meisten Gläubiger nicht sehr gut auf ehemals säumige Schuldner zu sprechen sind.

In letzter Zeit haben sich auch Privat- oder Verbraucherinsolvenzen gehäuft. Eine solche Privatinsolvenz wird während des gesamten Verfahrens von der Schufa begleitet und in der Akte des Betroffenen geführt. Da von der Eröffnung einer Privatinsolvenz bis zum Abschluss der so genannten Wohlverhaltensphase sechs Jahre vergehen und danach die Schufa weitere drei Jahre den Eintrag beibehält, muss der Verbraucher mit beinahe einem Jahrzehnt rechnen, in dem er als nicht kreditwürdig angesehen wird.

Die Fristen zur Löschung eines Schufa-Eintrags sind lang und können sehr unangenehm sein. Abhilfe versprechen allenfalls online Banken mit Sitz im Ausland, die vielfach auch Kredite an Kunden mit negativer Bonität vergeben.

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