Bei der Kreditantragstellung benötigen sowohl Selbstständige als auch Freiberufler andere Unterlagen als Arbeiter, Angestellte oder Beamte.

Viele Banken in Deutschland vergeben ihre Privatkredite grundsätzlich nur an Personen, die sich in einem festen Arbeitsverhältnis befinden und demnach auch entsprechende regelmäßige Lohn- oder Gehaltseingänge auf ihrem Girokonto zu verzeichnen haben. Diese dienen der Bank dann als Sicherheit für die Zahlung der fälligen Kreditraten.
Selbstständige und Freiberufler haben diese Sicherheit nicht und müssen oft auch mit erheblichen Unsicherheiten bezüglich der Höhe ihrer Einkünfte leben. Aus diesem Grunde lehnen es viele Banken von vornherein ab, Kredite für diese Personengruppen anzubieten.Es gibt jedoch durchaus Alternativen. Vor allem im Internet werden Selbstständige oft fündig und können dort spezielle Onlinekredite zu relativ günstigen Konditionen beantragen. Hierbei handelt es sich in der Regel um reine Privatkredite, die sich nicht zur Finanzierung von geschäftlichen Invesitionen eignen. Dafür gibt es spezielle Fördermittel und Unternehmenskredite. Bei der Kreditantragstellung benötigen sowohl Selbstständige als auch Freiberufler andere Unterlagen als Arbeiter, Angestellte oder Beamte. Da keine regelmäßigen Gehaltsabrechnungen existieren, müssen die Einkünfte auf anderem Wege nachgewiesen werden. Dies geschieht in der Regel durch die Vorlage der Betriebswirtschaftlichen Abrechnung (BWA) und der Gewinn- und Verlustrechnung bzw. der Einnahmen-/Überschussrechnung. Manchmal sind dem Kreditantrag auch die aktuellen Einkommenssteuernachweise beizulegen. Welche Unterlagen im konkreten Einzelfall benötigt werden, teilt die Bank bei Bedarf mit. Zusätzlich müssen meist die letzten drei Kontoauszüge vorgelegt sowie der Nachweis erbracht werden, dass die Selbstständigkeit bereits seit mindestens einem Jahr existiert. Aus diesem Grunde können Existenzgründer grundsätzlich keinen Privatkredit für Selbstständige bekommen.

Sowohl Angestellte als auch Selbstständige, die einen Ratenkredit beantragen möchten, müssen über eine gute Bonität verfügen. Dies heißt ganz konkret, dass keinerlei negative Schufaeinträge existieren dürfen. Mahn- und Vollstreckungsbescheide, gekündigte Kredite oder gar ein laufendes Insolvenzverfahren schließen deshalb eine Kreditvergabe grundsätzlich bereits von vornherein aus.

Ist der Kredit bewilligt, dann steht er dem Selbstständigen zur freien Verfügung. Er muss anschließend in gleichbleibenden Monatsraten über einen genau zwischen dem Kunden und der Bank festgelegten Zeitraum zurückgezahlt werden. Die Raten setzen sich sowohl aus dem Tilgungsbetrag als auch aus den laufenden Zinsen zusammen. Darüber hinaus berechnen die meisten Banken für den Kredit noch eine Bearbeitungsgebühr in Höhe von ca. 2 – 3% des Gesamtbetrages. Diese Bearbeitungsgebühr ist ebenfalls Bestandteil der Monatsraten und muss nicht als Einmalbetrag gezahlt werden.

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