Kürzel zur Speicherung Merkmale in der SCHUFA

Jeder Bürger hat das Recht und die Möglichkeit, seine Schufa einzusehen. Damit sind die personenbezogenen Eintragungen gemeint, die in der Datenbank der Schufa als einer bundesweiten Wirtschaftsauskunftei eingetragen sind. Dabei handelt es sich einerseits um Informationen, die der Schufa von ihren Geschäftspartnern zum Eintrag gemeldet werden. Andererseits recherchiert die Schufa selbst nach Informationen, die öffentlich zugänglich sind. Ebenso wie in anderen Bereichen arbeitet auch die Schufa mit vielerlei Abkürzungen, Symbolen und Merkmalen. Sie sind teilweise in der Schufa-Legende zusammengefasst, zum Teil tauchen sie hier und da ohne weitere Erläuterungen bei den betreffenden Schufa-Einträgen auf.

Die häufigsten Einträge in die Schufa-Datenbank beziehen sich auf das Ausgabeverhalten des Bürgers. Wenn beispielsweise ein Girokonto eröffnet worden ist, dann wird das von der Filialbank oder Sparkasse am Ort unter GI in die Schufa eingetragen. Kommen Kreditkarten hinzu, wird CC ergänzt. Kredite oder Darlehen werden als solche im Wortlaut eingetragen, versehen mit der Höhe und der Laufzeit dieser Verbindlichkeit. TK steht für Telekommunikation, unabhängig davon, ob es sich um Festnetz oder Mobilfunk handelt. Nähere Einzelheiten zu den Vertragsinhalten werden nicht eingetragen. Wenn eine Kreditkarte beziehungsweise ein Kreditkartenkonto vom Kreditinstitut abgewickelt wird, das Konto also gekündigt worden ist, dann wird dieser Negativeintrag mit CA abgekürzt. Andere Negativeinträge wie VB für Vollstreckungsbescheid, GK für Girokontokündigung, LP für Lohnpfändung oder ZW für Zwangsvollstreckung machen deutlich, dass die Bonität des Betroffenen sehr niedrig, buchstäblich im Keller ist. EV steht für Eidesstattliche Versicherung oder Offenbarungseid, IA für Insolvenzantrag einer Privatinsolvenz, und SM für Scheckkartenmissbrauch.

Das Angebot der Schufa, die eigenen Dateneinträge regelmäßig zu überprüfen, sollte wahrgenommen werden. Fehler können vorkommen, und sie sind nur dann korrigierbar, wenn sie bekannt werden. Nach dem Datenschutzgesetz gibt es feststehende Fristen, die für Schufa-Eintragungen und Löschungen gelten. Mit dem Eintragen ist die Schufa schnell bei der Hand, denn das ist ihre Hauptaufgabe, und für diese Aktualität zahlen die Geschäftspartner. Bei den Löschungen geht es oftmals nicht ganz so pünktlich. Wenn der Betroffene aber darauf aufmerksam macht, kann er fest davon ausgehen, dass die Schufa zeitnah reagiert.

Kreditinstitute, Firmen und Unternehmen sind als Geschäftspartner der Schufa in mehrere Kategorien unterteilt. Je nach Zuordnung erhalten sie diese oder jene Auskünfte. Über Negativeinträge werden nahezu alle von ihnen auf Nachfrage informiert, weil diese Information im Geschäftsinteresse der Schufa und all ihren Geschäftspartnern liegt.

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