Löschung von negativen Schufa-Daten

Löschung von negativen Schufa- Eintragungen

Wer einmal in der Schufa eingetragen ist, bekommt dies häufig immer wieder zu spüren. Viele Geschäfte sind von vornherein ausgeschlossen. Keine Bank gewährt einen Kredit, die Wohnungssuche gestaltet sich schwierig, und oft werden sogar Handyverträge wegen negativer Schufa-Eintragungen abgelehnt.
Betroffene wünschen sich meistens, diese Eintragungen zu löschen, um wieder geschäftlich handlungsfähig zu sein.

Zwar werden negative Eintragungen in der Regel je nach Löschfrist spätestens drei Jahre nach Erledigung automatisch gelöscht. So lange möchte allerdings nicht jeder warten, so dass häufig die Frage nach einer Möglichkeit zur vorzeitigen Löschung aufkommt.

Grundsätzlich ist die vorzeitige Löschung negativer Schufa- Eintragungen möglich.

Hierfür bestehen verschiedene Ausgangssituationen. Allen gemeinsam ist jedoch, dass die Forderung, die dem Eintrag zu Grunde liegt, nicht tituliert sein darf. Es darf also keine gerichtliche Entscheidung hierzu ergangen sein.

Der einfachste Fall ist, dass der Eintrag offensichtlich falsch ist oder die Löschfrist bereits abgelaufen ist. In einem solchen Fall reicht eine bloße Mitteilung unter Beifügung von Belegen an die Schufa aus.

Bei unberechtigten Eintragungen, deren Fehlerhaftigkeit nicht offensichtlich ist, sollte sich der Betroffene mit dem Geschäftspartner auseinandersetzen, der den Eintrag verursacht hat. Wenn dieser die Fehlerhaftigkeit einsieht, steht einer umgehenden Löschung nichts mehr im Wege.

Relativ einfach ist die Situation auch, wenn die Forderung unter 1.000 EUR liegt und seit dem Zeitpunkt der Eintragung weniger als ein Monat vergangen ist. Hier reicht es aus, die Forderung zu begleichen und dies der Schufa unter Beifügung von Belegen mitzuteilen. Ist dies geschehen, wird der Eintrag sofort gelöscht.

Bei höheren Forderungen kann eine Sperrung erwirkt werden. Dies gilt dann, wenn die Schufa versehentlich eine Forderung eingetragen hat, die durch den Schuldner bestritten wurde. Es ist nämlich gerichtlich festgestellt worden, dass die Schufa nur solche Forderungen eintragen kann, die unbestritten sind. In solchen Fällen ist ebenfalls ein Schreiben an die Schufa zu richten und die Löschung des Eintrags zu fordern.

In allen anderen Fällen besteht die grundsätzliche Möglichkeit, sich mit dem Gläubiger über eine Löschung des Eintrags zu verständigen. Wenn es zu einer Einigung kommt, kann der Gläubiger der Schufa dies mitteilen und damit die Löschung erwirken.

Wie oben schon angedeutet wurde, ist eine Löschung bei titulierten Forderungen nicht möglich. Hier bleibt dem Betroffenen keine andere Wahl, als den Ablauf der Löschfrist abzuwarten.

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