Anfordern der kostenlosen Schufa-Auskunft

Die Schufa speichert als Auskunftei Daten über finanzielle Vorgänge von Bürgern, allerdings nur bestimmte Daten über Kredite, Kontoeröffnungen, Kreditkartenausgaben, Telekommunikations- und Versandhandelsverträge. Ebenfalls werden negative Kreditereignisse (abweichendes Zahlungsverhalten) und Insolvenzen sowie die Eidesstattliche Versicherung oder der Haftbefehl zu ihrer Erzwingung gespeichert, auch erneute Kreditanfragen (für jeweils 10 Tage). Jeder Bürger hat das Recht, nach § 34 BDSG einmal jährlich eine kostenlose Schufa-Auskunft über sich selbst anzufordern. Darüber hinaus ist für eine einmalige Gebühr von 18,50 Euro ein unbefristeter Online-Zugang möglich.

Anfordern der kostenlosen Schufa-Auskunft

Hierzu gehen Sie auf die Seiten der Schufa www.schufa.de und klicken rechts auf „Privatkunden“, dann auf die obere Menüleiste links auf „Produkte“ und „Datenübersicht nach § 34 BDSG“. Jetzt haben Sie die Wahl zwischen dem kostenpflichtigen Online-Zugang oder der kostenlosen Auskunft, die einmal jährlich erteilt wird. Sie klicken bei der kostenlosen Auskunft auf das Landessymbol (deutsche Fahne, unter dem Text links), dann öffnet sich das entsprechende Formular. Falls das nicht klappt – Anfang Januar 2012 scheint es Schwierigkeiten zu geben – rufen Sie die Hotline an, es wird auf jeden Fall geholfen.
Für den kostenpflichtigen Zugang müssen Sie sich registrieren, Sie erhalten dann von der Schufa die Login-Daten zugesandt. Wer des öfteren Kredite oder Handyverträge abschließt, oft umzieht oder den Arbeitgeber wechselt, kann den kostenpflichtigen Zugang gut gebrauchen, er kostet schließlich nur ein einziges Mal 18,50 Euro. Für 7,80 Euro sendet die Schufa auch eine Version zur Vorlage bei Vermietern oder Arbeitgebern zu.

Was enthält die Auskunft, und ist sie sinnvoll?

Diese Selbstauskunft, die es übrigens auch von jeder anderen Auskunftei gibt (zum Beispiel Creditreform), enthält eine Übersicht über Ihre Konten, aufgenommenen Kredite, gegebenenfalls negative Einträge aufgrund von Mahnungen, Vollstreckungen oder noch schwerwiegenderen Ereignissen wie der Insolvenz oder Eidesstattlichen Versicherung, ebenso einen Scorewert. Dieser Wert sinkt nach jeder Schufa-Abfrage, die beispielsweise ein Kreditinstitut über Sie durchführt, wenn Sie einen Kredit beantragen, und zwar für die Dauer von jeweils 10 Tagen. Im Normalfall haben Sie eventuell einen kleinen Kredit aufgenommen, der völlig im Rahmen Ihrer Möglichkeiten liegt, zahlen noch die Rate zurück, haben sonst keinerlei negativen Ereignisse und damit einen Scorewert von etwa 95 (von 100 möglichen Punkten). Sollten Sie jetzt bei einer Bank nach einem Kredit fragen, führt diese eine Schufa-Abfrage durch, Ihr Score-Wert sinkt daraufhin auf unter 90 Punkte, zum Beispiel auf 88 bis 89 Punkte, damit sind Sie nicht mehr völlig kreditwürdig. Das bleibt so für 10 Tage, wenn Sie in dieser Zeit bei einer weiteren Bank nach einem Kredit fragen, sinkt der Score-Wert noch weiter ab, Sie erhalten mit Sicherheit kaum noch einen Kredit.
Wie genau die Score-Werte berechnet werden (es fließen wahrscheinlich auch Alter, Beruf und Wohnort mit ein, eventuell sogar der Familienstand) ist nicht bekannt. Es ist in jedem Fall sehr interessant, den eigenen Score-Wert zu kennen. Zudem sind Schufa-Daten nicht immer korrekt. Bisweilen zahlen Sie einen Kredit vorzeitig zurück, der Kreditgeber meldet aber die Erledigung nicht an die Schufa, was Ihren Score-Wert weiter beeinträchtigt. Prüfen Sie daher mindestens jährlich, kostenlos Ihren Schufa-Eintrag.

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