Immobilienkredite gibt es in verschiedenen Varianten

Immobilienkredite gibt es in verschiedenen Varianten:

a) Bauspardarlehen
b) Konsumentenkredite
c) Hypotheken
d) Grundschulden

a) Bauspardarlehen sind zinssicher und zinsgünstig. Bauspardarlehen setzen eigene Ansparleistungen je nach Bausparkasse und Tarif von 0% bis 50% der Bausparsumme voraus. Die Höhe der Darlehenszinsen steht schon bei Vertragsabschluss fest und richtet sich auch danach, wie hoch die Guthabenzinsen sind. Je niedriger die Darlehenszinsen sind, desto niedriger sind auch die Guthabenzinsen, die auf die Sparbeiträge bezahlt werden.

Das Bausparen eröffnet die Möglichkeit staatliche Förderungsmöglichkeiten auszunutzen. Die Bausparsummen sollten nur so hoch sein, dass alle staatlichen Förderungsmaßnahmen ausgenutzt werden können. Ansonsten ist die Verzinsung so niedrig, dass bei anderen Sparformen wesentlich mehr Eigenkapital aufgebaut wird. Dadurch wird dann nur ein niedrigeres Darlehen benötigt. Für dieses müssen dann im Regelfall höhere Zinsen als für das Bauspardarlehen. Aber das Mehr an Eigenkapital gleicht die höheren Zinsen auf den dann niedrigeren Darlehensbedarf aus. Ein Bauspardarlehen ist sehr flexibel, denn man kann jederzeit Sondertilgungen leisten.

b) Konsumentenkredite eignen sich eigentlich nicht als Immobilienkredite, weil deren Monatsraten recht hoch sind. Geht es aber um Renovierungsmaßnahmen können diese ggf. sinnvoll eingesetzt werden. Manche Banken bieten in diesem Bereich Darlehen bis zu 100.000 Euro und 10 Jahre Laufzeit an.

c) Hypotheken Der Begriff ist zwar noch immer in aller Munde, diese Darlehensform ist aber kaum noch gebräuchlich. Im Alltagssprachgebrauch werden Hypothekendarlehen und Grundschulddarlehen gleichbedeutend verwendet, obwohl in der Rechtsnatur erhebliche Unterschiede bestehen. Hypotheken werden im Grundbuch an erster Rangstelle im Bereich von maximal 60% des von einem vereidigten Sachverständigen ermittelten Beleihungswertes gesichert. Die Hypothek setzt zwingend eine persönliche Schuld voraus. Anders ausgedrückt: Jede Tilgungsleistung bringt den entsprechenden Teilbetrag der Hypothek zum Erlöschen.

d) Grundschulden verlangen eine Eintragung einer Grundschuld im Grundbuch. Der Beleihungsauslauf wird heute relativ flexibel gehandelt. Darlehen, die im Bereich bis 80% des Beleihungswertes gesichert werden können, stellen heute den Normalfall dar. Manche Banken gewähren auch dann noch Darlehen, wenn diese nur im darüber hinausgehenden Beleihungsraum gesichert werden können. Grundschulden setzen keine persönliche Schuld voraus und bestehen auch dann noch im vollen Umfang, wenn das Darlehen teilweise oder ganz getilgt ist. Soweit ein Darlehen getilgt ist, hat der Darlehenskunde nur einen Rückgewährsanspruch an die darlehensgebende Bank. Dieser Rückgewährsanspruch ist jederzeit pfändbar.

Die Standardlösungen für Immobilienkredite sind das Bauspardarlehen, die Hypothek und das Grundschuldarlehen.

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