Welche Möglichkeiten der Kredit-Ratenabsicherung gibt es?

Für die Ratenabsicherung eines Kredites kann und sollte auch oft eine Restschuldversicherung abgeschlossen werden. Diese Restkreditversicherung übernimmt die Raten nach einem definierten Ereignis, das den Kreditnehmer an der Tilgung hindert. In den meisten Fällen wird gegen Tod, unverschuldete Arbeitslosigkeit und Berufsunfähigkeit versichert, wobei Einzelereignisse und auch Kombinationen eingeschlossen werden können.

Konstruktion der Restschuldversicherung

Mit der Versicherung wird gewährleistet, dass die Tilgung des Kredites inklusive aller Zinsen und Gebühren im definierten Schadensfall (Tod, Arbeitslosigkeit, Berufsunfähigkeit) gewährleistet bleibt. Die Versicherungsgesellschaft zahlt den ausstehenden Restbetrag an die Bank. Je nach Ereignis wird die Rückzahlung unterschiedlich geregelt. Bei Krankheit oder Arbeitslosigkeit zahlt die Versicherung weiter die laufenden Raten, im Todesfall des Kreditnehmers sofort die ausstehende Restschuld inklusive Zins. Da der Kreditnehmer einem Gruppenversicherungsvertrag beitritt, können die Formalvorschriften von denen anderer im VVG (Versicherungsvertragsgesetz) formulierten Vorschriften abweichen, was sich auch auf den relativ unkomplizierten Vertrieb der Versicherung auswirkt.

Vor- und Nachteile einer Restschuldversicherung

Die Police wird von vornherein an den Kreditgeber abgetreten, in der Regel bieten die Banken sie im Rahmen des Kreditvertrages mit an. Das bedeutet jedoch nicht oder nur selten, dass die Bank selbst als Versicherer auftritt. Vielmehr arbeitet sie mit einer Versicherungsgesellschaft zusammen und übernimmt lediglich im Zuge des Kreditvertrages den Vertrieb der Restschuldversicherung. Dieser Punkt, obgleich praktisch geregelt, stößt auch auf Kritik, weil oft der Eindruck erweckt wird, dass der Kreditvertrag mit Restschuldversicherung eher zustande kommt als ohne diese Absicherung. Die Banken wiederum betonen regelmäßig in ihren Geschäftsbedingungen, dass der Abschluss keinen Einfluss auf die Bewilligung des Kredites selbst hat. In der Praxis wird die Restschuldversicherung weit weniger abgeschlossen, als landläufig angenommen wird. Die durchschnittliche Höhe liegt bei rund 12.000 Euro, also im Rahmen von Kleinkrediten, bezogen auf die Gesamtsumme aller gewährten Kredite nur bei rund drei Prozent. Diese Zahlen sprechen dafür, dass die Restschuldversicherung tatsächlich einen eher geringen Einfluss auf die Gewährung eines Kredites hat. Sie dient schließlich auch dem Schutz des Kreditnehmers und seiner Angehörigen. Die Entscheidung liegt eher bei den Kreditnehmern, die sich in eher heiklen Fällen – zum Beispiel bei Krediten ohne Schufa – besser absichern sollten. Zu beachten wäre, dass die Kosten einer Restschuldversicherung nicht in den effektiven Zinsen ausgewiesen werden. Das ist formal auch nicht anders möglich, da schließlich in jedem Einzelfall der Kreditnehmer über die Versicherung entscheidet.

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