Wie funktioniert ein Ratenkauf?

Viele Menschen möchten sich gerne ein neues Auto kaufen, ihre Wohnung neu einrichten, benötigen eine neue Waschmaschine oder einen neuen Computer oder möchten mal wieder in den Urlaub fahren. Doch nicht immer ist das nötige Geld da, um diese Wünsche zu finanzieren. Da bietet sich ein Ratenkauf an, mit dem sich viele Käufe finanzieren lassen. Doch es gibt verschiedene Arten von Ratenkäufen, sodass Verbraucher sich einen Überblick verschaffen sollten, um die passende Finanzierung zu finden.

Ratenkauf per Ratenkredit
Die klassische Art eines Ratenkaufs ist der Ratenkredit. Bei einem Ratenkredit wird zuerst die Kreditsumme festgelegt, also der Betrag, den der Kreditnehmer benötigt, um damit einen Kauf zu bezahlen. Zu dieser Kreditsumme rechnet das Kreditinstitut die Zinsen für den Ratenkredit hinzu. So ergibt sich ein Gesamtkreditbetrag, den der Kreditnehmer ausgezahlt bekommt und den er zurückzahlen muss. Dieser Kreditbetrag wird in monatlichen Raten von dem Kreditnehmer zurückgezahlt. Diese Raten sind jeden Monat gleich hoch, außer dass eventuell die erste Rate oder die Schlussrate etwas von den übrigen Raten abweichen können, damit die Berechnung stimmt. Wie hoch die monatliche Rate ist, hängt von der Kreditsumme und von der Laufzeit des Ratenkredites ab. Je länger die Laufzeit des Kredites ist, umso niedriger fällt die monatliche Rate aus. Ein Ratenkredit hat den Vorteil, dass der Kreditnehmer die volle Kaufsumme zur Verfügung hat und so bei dem Verkäufer eventuell einen Rabatt aushandeln kann.

Ratenkauf per Händlerfinanzierung
Viele Händler, wie zum Beispiel Elektronikgeschäfte oder Möbelhäuser, bieten sogenannte Händlerfinanzierungen an. In diesem Fall sucht sich der Kunde die Ware oder die Möbel aus, die er kaufen möchte. Der Händler rechnet den gesamten Kaufbetrag aus und bietet dem Kunden an, diese Kaufsumme in Raten zu zahlen. Dabei arbeiten die Händler mit verschiedenen Banken zusammen. Noch im Elektronikladen oder im Möbelhaus erfolgt eine Anfrage bei der Bank, ob einer Finanzierung zugestimmt wird. Wenn die Bank einverstanden ist, erhält der Kunde seine Ware gegen Unterzeichnung eines Kreditvertrages. Die monatliche Zahlung der Raten erfolgt an die Bank, von der der Händler sofort die gesamte Kaufsumme erhält. Viele Händler bieten im Zusammenhang mit Werbeaktionen eine Null-Prozent-Finanzierung an. Das bedeutet, dass der Kunde keine Zinsen für den Kredit bezahlen muss, diese übernimmt der Händler.

Ratenkauf per Kreditkarte
Bei den meisten Bestellungen, die über das Internet laufen, muss der Besteller eine Kreditkarte angeben, um die bestellte Ware zu erhalten. Auch viele Geschäfte und Einzelhändler akzeptieren Kreditkarten, mit denen die Kunden ihre Einkäufe bezahlen können. Dabei hat der Kreditkarteninhaber meist die Wahl, wie er den Saldo der Kreditkarte zurückzahlen möchte. Er kann auswählen, ob seine Einkäufe, die er mit der Kreditkarte bezahlt hat, nach einem kurzen Zeitraum von circa drei bis vier Wochen von seinem Konto abgebucht werden oder ob er sie in Raten zahlen möchte. Für eine Ratenzahlung muss nur ein Antrag an die Kreditkartengesellschaft gestellt werden, dass ­der Saldo der Kreditkarte nicht in einem Betrag, sondern in monatlichen Raten von dem Konto des Karteninhabers abgebucht wird. Die meisten Gesellschaften berechnen eine feste Mindestrate von 10,00 Euro bis 50,00 Euro. Bei größeren Beträgen ist außerdem eine mindeste Rückzahlung von drei Prozent bis fünf Prozent der Gesamtsumme zu zahlen.

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