Wo bekomme ich meine Schufa Auskunft?

Die Schufa ist eine Wirtschaftsauskunftei in Deutschland, die die Daten von mehr als 66 Millionen deutschen Verbrauchern gespeichert hat. Dabei steht Schufa für Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung, die ihren Sitz in Wiesbaden hat. Bei der Schufa werden viele verschiedene Daten über die Verbraucher gesammelt und gespeichert, die Auskunft über die Zahlungsmoral und über die Kreditwürdigkeit der Verbraucher geben. Die Betreiber der Schufa, die sie auch zum größten Teil finanzieren, sind die Banken und Unternehmen in Deutschland, die ihren Kunden Kredit geben.

Viele Verbraucher möchten gerne wissen, welche Daten die Schufa über sie gespeichert hat. Nach dem Bundesdatenschutzgesetz hat jede Person das Recht, die gespeicherten Daten bei der Schufa abzufragen, um sie zu überprüfen und gegebenenfalls zu berichtigen. Dabei bietet die Schufa verschiedene Möglichkeiten der sogenannten Selbstauskunft an, für die unterschiedliche Gebühren berechnet werden.

Die einfachste Art der Selbstauskunft kann von jedem Bundesbürger einmal im Jahr kostenlos beantragt werden. Der Antrag auf die kostenlose Selbstauskunft muss schriftlich bei der Schufa gestellt werden. Am besten benutzt der Verbraucher dazu das von der Schufa auf der Internetseite www.meineschufa.de ­bereitgestellte Antragsformular. Mit diesem Formular können die Kunden eine Datenübersicht nach § 34 des Bundesdatenschutzgesetzes beantragen. Mit dieser Auskunft erfahren die Bürger, welche Informationen die Schufa über sie gespeichert hat, von wem die gesammelten Daten stammen und wer bereits eine Anfrage an die Schufa gestellt hat. In dem Bestellformular für die Selbstauskunft muss der Verbraucher seinen Namen, seine aktuelle Adresse, sein Geburtsdatum und seinen Geburtsort angeben. Freiwillig können noch der Geburtsname oder frühere Namen, die E-Mail-Adresse und die ­Voranschrift, falls der Antragsteller in den letzten zwölf Monaten vor der Beantragung der Selbstauskunft umgezogen ist, angegeben werden. Das Bestellformular kann nicht am Computer ausgefüllt werden, sondern der Verbraucher muss es ausdrucken und von Hand ausfüllen. Außerdem muss er eine Kopie von beiden Seiten seines Personalausweises anfertigen und diese Kopie zusammen mit dem Antragsformular per Post an die Schufa schicken. Dabei ist es erlaubt, Daten über die Nationalität, über die Augenfarbe und über die Größe des Antragstellers auf der Ausweiskopie zu schwärzen. Die Schufa benötigt nur Angaben über den Namen, die Adresse, das Geburtsdatum, den Geburtsort und das Gültigkeitsdatum des Personalausweises. Auf dem Antragsformular kann der Kunde auch eine ausführliche Bonitätsauskunft über sich selbst bestellen, die 18,50 Euro kostet. Dazu muss er zusätzlich seine Bankverbindung angeben, damit die Gebühr von 18,50 Euro von seinem Konto abgebucht werden kann. Nach Versand der Unterlagen per Post erhält der Antragsteller seine Selbstauskunft in der Regel innerhalb weniger Werktage. Alternativ kann diese Selbstauskunft auch online bestellt werden, dann kostet die Auskunft aber einmalig 18,50 Euro. Dafür erhält der Kunde einen unbefristeten Online-Zugang zur Schufa, auf den er jederzeit zugreifen kann. Außerdem kann die zusätzliche Bonitätsauskunft zu einem Vorteilspreis von 7,80 Euro bestellt werden.

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